Familien Geschichte...

 Marie-Madeleine und Edy WOLF

Célestine und Georges WOLF

Colette und Georges WOLF

 

 Fernand am Service von 1946 bis 1995

Der Familienname Wolf, auch Wolff geschrieben, ist ein Name, der in den verschiedensten Regionen vorkommt.
In unserer Region steht Wolf stellvertretend für den Grand-Ballon oder den Markstein.

3 Génération von WOLF am Ski in 1932 ...

1/ Geschichte der Familie Wolf: Die Familie Wolf stammt aus Obermendig nahe Koblenz in Deutschland. Am 20. Januar 1721 kam François Wolf, Sohn von Pierre und Enkel von Jean Wolf, zur Welt. Er starb im Jahr 1760, hinterliess aber einen Sohn. Dieser (Quirin), geboren am 27. 1. 1759, war von Beruf Steinmetz und heiratet Ursula Lupfer aus Guebwiller. Ihr Sohn, Valentin, ein Musiker, geboren am 2.6.1788, heiratete Therese Fessler. In dieser Ehe wurde eine Tochter, Therese, am 2. 3. 1828 geboren. Sie war die Mutter von Eduard Wolf, geboren in Strassburg am 11. 6. 1861, welcher auch "Belchenwolf" genannt wurde. Er war Uhrenmacher und heiratete Marie-Madeleine Clauss, geboren am 23. 7. 1862, in Buhl. Ihr Sohn Georges Eduard Wolf erblickte das Licht der Welt in Buhl am 17. 8. 1889. Er heiratete Celestine Wagner, geboren 1906.

Edouard WOLF auf dem Grand Ballon in 1892

2/ Von Murbach zum Grand-Ballon: Das Ehepaar Wolf-Clauss führte das Hotel Barnabé in Murbach. Um 1877 baute der Vogesen Skiclub eine Hütte aus Stein auf dem Grand-Ballon. Diese Schutzhütte wurde in den Jahren 1883-84 abgerissen, und im Mai 1886 ein neues Haus gebaut. Auf Wunsch des Geschäftsführers Josef Althoffer übernahm Edouard Wolf die Leitung des Hauses auf dem Ballon im August 1892.

Edouard, auch "Belchenwolf" genannt, blieb als Verwalter bis zum ersten Weltkrieg 1914. Er wurde von den Deutschen Truppen am Roedelen verhaftet, weil er für die Franzosen spionierte hatte. Er konnte nur noch die Botschaft zerreissen und hinunterschlucken, als man ihn verhaftete und nach Deutschland brachte, wo man ihn internierte.

Das Haus am Ballon wurde verbrannt, seine Frau von Murbach nach Soufflenheim evakuiert. Nach dem Krieg kehrte die Familie Wolf wieder zurück in ein Provisorium auf den Grand-Ballon. Der erste Stein des neuen und heutigen Hotels auf dem Grand-Ballon wurde am 17 Okt. 1920 gesetzt. 2 Jahre später, 1922, verliess Edouard den Gipfel der Vogesen und baute seine eigene Hütte auf dem Markstein, wo er auch wirtete.

Die Hutte von Edouard WOLF auf dem Markstein gebaut in 1922-23

3/ Die Wolfs auf dem Markstein. Die Hütte befand sich zwischen dem Hotel Bellevue und dem heutigen Hotel Wolf auf dem Boden von Oderen. Edouard verkaufte seine Böden an Adolphe Schlumberger für 42.000 ffr.
Sein Sohn Georges, geboren 1889, kam 1926 wieder ins Land, nachdem er 1905, mit 16 Jahren, in die USA ausgewandert war. 1927 heiratete er Celestine Wagner, die Serviertochter bei Edouard Wolf auf dem Grand-Ballon gewesen ist. Georges wurde Geschäftsführer vom neu gebauten Hotel Bellevue. Nach einem Jahr verliess er den Markstein, um nach Lautenbach ins Haus Holtzheyer zu gehen. Edouard Wolf wohnte deshalb im Haus von Charles Kolb. Georges betrieb in Lautenbach ein Taxiunternehmen, aber seine Frau wollte auf den Markstein zurück. Die Situation hatte sich verändert: Schlumberger war Besitzer vom Markstein.
Mit Hilfe von Madame Sous-Präfekt von Thann erstand Georges 1933 die Wirtslizenz. Auf Ranspacher-Boden kaufte er neben "Petit-Chamois" ein Grundstück. Bei der Umzäunung des Grundstücks kam Schlumberger und fragte: " Was machen sie hier, Wolf?" Die Antwort von Georges Wolf lautete: "Ich baue meine Hütte wieder auf, wir kommen zurück auf den Markstein." A. Schlumberger wollte das aber nicht akzeptieren. Eine Hütte! - So ein Schandfleck vor seinen neuen Hotels! Das war unmöglich! "Im Verkaufsvertrag hat sich euer Vater verpflichtet, nie wieder ein Geschäft auf dem Boden von Oderen und im Umkreis von 10 km, zu eröffnen." Georges antwortete ruhig: "Der Vertrag spricht von Oderen, hier bin ich auf Boden von Ranspach." Schlumberger begriff, dass G. Wolf fest entschlossen war, zu bauen. Aus diesem Grund offerierte er Wolf ein Grundstück von 5 Aren hinter seinen Hotels, (Standort vom heutigen Hotel Wolf) und als zusätzliche Gegenleistung für den schlechteren Standort, den Anschluss von Wasser, Sanitäranlagen und Strom. Davon es auf dem Boden von Ranspach noch nichts.

das Hotel WOLF in 1933

4/ Krieg von 1939-1945. Die Familie Wolf machte mehrere Vergrösserungen bis 1945. Das Grand-Hotel, welches 1934 geschlossen wurde, beherbergte während des Krieges, 300 deutsche Soldaten, welche dort warteten bis sie an die Front gehen mussten. Dank diesen Soldaten und Skilagern der HJ Thann konnte die Familie überleben.

Im Dezember 1944, gaben die Wolfs den Deserteuren der deutsche Armee Kost und Logis. Am 18 Dezember nahm die Feldgendarmerie die Familie und die Deserteur fest und führte sie zum Gendarmerieposten in Lauterbach. Weil sie sich weigerten, wurde der junge Georges Wolf in Linthal verhaftet. Er blieb einige Tage in der Fabrik Rogelet in Buhl. Ein paar Tage später wurde er wieder frei gelassen und konnte zurück zu seiner Familie in Lauterbach.

Das Hotel Wolf nach dem Krieg

5/ Der Wiederaufbau. Nach dem Krieg will Georges und sein Sohn wieder aufbauen. Die Vergrösserung vom Hotel Wolf war notwendig aber die SNCF, neuer Besitzer vom zukünftigen Komplex "Tourismus und Arbeit", wollte keinen Boden verkaufen für diese Vergrösserung. Die SNCF verkaufte später den Besitz der Stadt Mülhausen, ebenso das Hotel Bellevue. Georges Wolf kontaktierte Emile Muller, Gemeinde Präsident von Mülhausen, um den Boden zu kaufen. Georges Wolf starb 1965. Sein Sohn machte weiter und vergrössert den Betrieb. Ein grösseres Grundstück war notwendig. Die Stadt Mülhausen verkaufte ihm den nötigen Boden: und so baute er das heutige Hotel mit seinen 22 Zimmern und seinen Speisesälen.

Das Hotel Wolf jetzt

6/ die Neuerung: ins Gesehene der Veränderungen der Bed¨rfnisse den Benutzern des Berges, beschliesst Herr Wolf eine neue Strucktur einzurichten: "La Bulle", grosses durchsichtiges Iglu.

 

"La Bulle"

Auszug aus dem Text von Maurice Kech: S' Lindeblätt N ° 18- 1999-

Geschichte der Entwicklung von Markstein

Situationskarte von 1754

1000 Jahre vor Christus: Auf dem Markstein gab es Wald und Hütten fast wie heute.

Anfangs IX. Jahrhundert: Das Kloster von Murbach wurde Besitzer vom Markstein als Geschenk von Karl der Grosse. Der Name Markstein stammt von dem Stein welcher die Grenze markiert.

Anfangs XVIII. Jahrhundert: Die Einwohner von Ranspach konnten ihr Vieh auf dem Boden des Klosters von Murbach weiden lassen.

1810: Bau der "Ferme Markstein". (Die Alpen Steinlebach, Treh, Hofried und Morfeld stammen aus der gleichen Zeit, Oberlauchen ist älter)

1889-94: Bau des Staudammes am Lauchersee.

1902: Der Vogesen Skiclub von Mülhausen (später Nansen) installiert sich auf der Alp Steinlebach.

1903: Die "Vosges Trotters" von Mülhausen kamen auf den Treh, dann 1904-1905 auf die Alp Markstein.

1904: Erste Skimeisterschaft auf dem Treh organisiert vom VT Mülhausen.

1906: Der Skiclub Treh logiert auf dem Dachboden der Alphütte Treh.

1907: Einrichtung einer Skifahrerhütte auf dem Breitfirst durch den Skiclub 96 Strassburg.

1910: Einrichtung einer kleinen Sprungschanze an der Grenouillière.

1911: Bau einer Hütte durch die "Vosges Trotters" von Mülhausen.

1914-18: Der Markstein ist von den Franzosen besetzt. Die Front ist südlich vom Klinskopf. Die Alpen: Steinlebach, Treh, und Markstein sind zum Teil zerstört.

1920-21: Bau der Hütte der sportlichen Union Mülhausen auf Morfeld.

1922: Die Naturfreude Mülhausen installieren sich in der Hütte von Treh.

1923-24: Bau der, heutigen, grossen Sprungschanze aus Holz durch die "VT." Mülhausen.

1923-24: Einrichtung der Strassen Dauvillers- Markstein, Markstein- Grand- Ballon und Markstein-Breitfirst.

1924: Bau der ersten Hütte Wolf, Wiederaufbau der Alphütte auf dem Markstein.

1925: Bau des Chalets Nansen (Skiclub Vosgien).

1926: Bau der Hütte der Naturfreunde Mülhausen auf Alp Treh.

1927-31: Bau des Grand-Hotel durch die Familie Schlumberger aus Guebwiller.

1928: Bau der Skiclubhütte Ranspach (St. Antoine) und Treh.

1929-30: Bau des Hotels Bellevue und Chalet O.K.

1930: Bau des Chalets Schlumberger neben dem "Nansen".

Ca. 1925-30: Bau des Chalets für Ausrüstung neben der Alp Markstein.

1933: Bau des Hotels Wolf, des Chalets Sitter, der Hütte des Skiclubs Riedisheim auf Mordfeld.

1934: Konkurs des Hotels Schlumberger.

1935: Bau des Chalets Hunold.

Ca. 1930-35: Bau des schwarzen Chalets Andrea auf Hofried.

1940-45: Kriegschäden an den Alpen und Hütten.

1946-47: Wiederaufbau des Hotels Wolf.

1947: Bau der Hütte Vogesenfreunde Wittelsheim-Graffenwald.

1947-48: Eröffnung des ersten Skilifts auf dem Jungfrauenkopf durch die Strassenbauer.

1948-50: Die Kappelle Notre-Dame des Neiges wird gebaut.

1950: Hr. Charton wird Besitzer des Skilifts auf dem Markstein.

1952: Bau der Hütte der Vogesenfreunde Mülhausen.

1954-55: Wiederaufbau der grossen Sprungschanze aus Beton (70. m)

1956: Gämsen wurden wieder in das Tal Ranspach eingeführt.

1957: Durch Brand wurde die Hütte der "Vosges Trotters" zerstört.

1958: Bau der Hütte SC Ensisheim und des Chalets Balducci, zur Überwachung der Gämsen)

1958-60: Wiederaufbau der Hütte der "Vosges Trotters".

1959: Bau des Chalets Dumas, das 1964 zum Chalet Illzach wird.

1963: Gründung der Jagdreserve des Markstein.

1964: Der Skilift Grenouillière wird installiert von Hr. Meyer.

Ca. 1964: Grosse Pläne für eine Wirtschaftlichkeitssanierung des Markstein, die später aufgegeben wurden.

1965: Bau des Chalets Gertais.

1966: Eröffnung von "Tourismus und Arbeit".

1965- 67: Jugendliche bauten das Chalet zum Punkt.

1968: Die Alp Hofried brannte ab.

1969: Abbruch der Alp Oberlauchen.

Ca. 1970: Bau des Chalets der "Secouristes" (Helfer).

1970: Brand bei "Tourismus und Arbeit".

1970-71: Vergrösserung des Hotels Wolf.

Ca. 1972: Verbesserung der Strasse Wildenstein- Treh- Markstein.

1973: Bau der Hütte Edelweiss- St.- Amarin auf dem Hundskopf.

1973-74: Steinlebach wird das grosse Skicenter der Elsässischen Vogesen mit vielen neuen Skipisten nach Oberlauchen.

1975: Gründung der Bewirtschaftung des Markstein­Grand-Ballon.

1976: Änderung des Wassernetzes mit Pumpe und Reservoir.

Ca. 1976: Bau des Parkplatzes und der Skilanglaufschule unterhalb Steinlesbach.

1978: Bau einer Kläranlage zur Wasserreinigung.

1981: Hr. Jaegle wird Besitzer der Skilifte auf dem Markstein.

1983-85: Bau des Restaurants und der Gebäude Speck.

1983 und 87: Organisation von WM-Slaloms auf der Slalompiste.

1984: Einrichtung einer 40 m Sprungschanze neben der Grossen.

1985: "Tourismus und Arbeit" stellt seine Aktivitäten auf dem Markstein ein. Toursitra wird Nachfolger.

1986: Einrichtung einer Sommerschlittenbahn.

1988: Bau des Hauses Markstein.

Ca. 1990: Einrichtung einer Wetterstation.

1991: Einrichtung eines Tunnels für Langlaufskifahrer unter der Strasse von Guebwiller beim Chalet O.K.

1991-92: Skikanonen werden auf der Piste der "Föderation" installiert.

19-6-94: Schliessung der Touristra.

1995: Zerstörung der Hütte St. Antoine durch ein Militärflugzeug.

27.9.95: Fernand Diemunsch, Stütze des Hotel Wolf seit 1946, stirbt.

1997-98: Wiederaufbau der Hütte SC Markstein-Ranspach (St. Antoine).

2000: Kauf vom "Petit Chamois" durch Herr Christian

15 März 2001: Tod von Herr Hilaire Balducci, Besitzer vom "Petit Chamois" von 1956 bis 2000

2002: Kauf von den Lifte vom Markstein durch die Gemeinden.

2003: vergrösserung des Hôtel-Restaurant Wolf mit die "Bulle" panoramiche Terrasse durchsichtig innen und auswendig ein Form des Iglus.

2004: Renovierung Pisten 'Grenouillère'

2006: Renovierung Slalomstadium mit Flutlicht und Schneekanonen

Von: Robert Buecher und André Doll in S' Lindeblätt N° 18 ­1999-

Auskunft: S' Lindeblätt. 71 A rue Hilsenfirst 68610 Linthal 00 333 89 76 31 48

S'Lindeblätt -Les cahiers du patrimoine du Haut Florival- N°14 et 18 (1999) vous apporteront une mine d'informations sur le Markstein. Un autre tome regroupant d'autres témoignages et analyses paraîtra au 1 er semestre 2000. Vous pouvez également faire connaître des informations complémentaires ou des corrections.